Gussverfahren bei Porzellan - so machen wir unsere Prototypen

Aktualisiert: Feb 17



Gerne wollen wir Euch nicht nur die fertigen Geschirrstücke zeigen, sondern auch Einblicke hinter die Kulissen geben.


Unser heutiges Thema ist das Gießen des Porzellans. Die wahren Experten sind darin natürlich die Manufakturen, mit denen wir erfolgreich zusammen arbeiten. Aber auch wir beschäftigen uns momentan damit. Ihr fragt euch warum? Die Antwort ist ganz einfach: wir testen aktuell Gussformen für die verrückteste Geschirrstücke aus.Sie sind um noch einiges wilder als unsere lieben Emilio und Shooshoo zusammen ;) Damit wollen wir die Grenzen des Machbaren mit KRENu neu definieren. Und letztlich lassen sich Gussformen auf keinem besseren Weg austesten, als wenn man die Geschirrstücke selbst gießt.


Bei der Herstellung jedes Teststücks befolgen wir immer folgende Schritte:

Wir setzen uns zusammen und entwicklen direkt am Computer die Geschirrdesigns, die wir uns schon immer gewünscht haben, aber so nirgends finden konnten. Das entstandene 3D-Modell wird dann auf Fertigbarkeit kontrolliert. Da bei uns von KRENu ausschließlich das Porzellan-Gussverfahren zur Herstellung unserer Produkte benutzt wird, müssen wir sicherstellen, dass die Designs z.B. keine Hinterschneidungen aufweisen. Erfüllt das Modell die Anforderungen, erstellen wir digital die passende Gussform, die anschließend automatisch gefertigt wird.




Mit der gefertigten Gussform können wir testen, ob unser kreiertes Designstück nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch gefertigt werden kann.

Der erste Schritt ist, die Form mit flüssigem Porzellanschlicker zu befüllen und zu warten, dass sich das Porzellan an der Wand der Gussform ansetzt. Je länger man die Masse in der Form lässt, desto größer ist die Wandstärke. Wenn die gewünschte Dicke erreicht ist, schüttet man den restlichen Schlicker heraus und lässt die Form für weitere 40 Minuten ruhen.

Erst danach entnimmt man den Porzellan-Rohling. Er wird anschließen noch mit Pinsel und Wasser bearbeitet, um jegliche Unebenheiten, wie zum Beispiel Nähte, auszubessern und eine perfekte Oberfläche zu erhalten. Jetzt muss man das verputzte Porzellan schrühen, glasieren und dann nochmals brennen. Nach dem letzten Brand, dem sogenannten Glattbrand, ist das Stück fertig und kann benutzt werden.


Wie ihr seht, ist es ein langer und komplizierter Prozess. Porzellan ist ein tolles, hartes und resistentes Material, das viele Ansprüche und Anforderungen hat. Traditionell werden alle Schritte der Produktion händisch gemacht. Und bei einigen Schritten führt auch kein Weg an der Handarbeit vorbei. Aber es gibt andere, wie das Designen und das Erstellen der Gussform, die weitaus effizienter durchgeführt werden. So kann der Alltag der Manufakturen erheblich erleichtert werden. Wir sind dankbar für alle unsere Partnermanufakturen, dass sie offen für neue Vorgänge sind und zusammen mit uns die Grenzen des Machbaren neu definieren!



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